Studentenleben – Freizeit oder Stress?

Hallo ihr Hübschen, ich möchte eine neue Reihe auf diesem Blog einführen: den „Talking Tuesday“. In diesen Posts möchte ich Gedanken mit euch teilen und euch mehr an meinem persönlichen Leben teil haben lassen. Natürlich gehören auch Beauty und Fashion zu meinem täglichen Leben, aber es gibt noch so viel mehr, das mich bewegt. Heute soll es zunächst um das Thema Studentenleben gehen. Wer kennt es nicht? Ständig hört man von Freunden und Familie den Satz „Student müsste man sein“. Ja, ich gebe zu, das Studentenleben hat einige Vorteile! Trotzdem ist es nicht immer leicht, Student zu sein. Da ich nun nach den Semesterferien bereits ins 6. Semester komme, dachte ich mir, es wird Zeit, ein bisschen über das Leben als Student zu erzählen.IMG_6944Angeblich können Studenten immer ausschlafen und haben viel zu viel Zeit. An vielen Universitäten ist es tatsächlich so, dass der Stundenplan selbst zusammengestellt wird. Das bedeutet, dass ich mir die Kurse und damit verbunden auch die Zeiten aussuchen kann. In einigen Bereichen ist es jedoch so, dass es wenig Kursangebote gibt oder bestimmte Kurse eben nur zu bestimmten Zeiten gegeben werden. Es ist also leider relativ häufig so, dass Kurse bereits um 8 Uhr anfangen. Selbst wenn ein Kurs erst um 10 Uhr beginnt – viele Studenten pendeln und müssen daher genau so früh aufstehen wie zum normalen Schulalltag oder im Berufsleben. Durch die verschiedenen Kurszeiten und Freistunden kann es passieren, dass man den gesamten Tag in der Uni sitzt und mir ist es tatsächlich schon passiert, dass mein letzter Kurs bis 19.15 Uhr ging. Damit kommen wir direkt zum nächsten Punkt: Studenten meckern immer, weil sie wenig Geld haben. Dann sollen sie eben mehr arbeiten gehen! Klar, die meisten Studenten haben Nebenjobs und auch ich arbeite nebenbei. Trotzdem ist es nicht einfach, einen guten Job zu finden. Jedes Semester gibt es neue Termine und Unizeiten und da sich die Kurse, wie bereits erwähnt, manchmal über den gesamten Tag verteilen, muss ein Job gefunden werden, in dem man flexibel die Zeiten einteilen kann. Leider ist es oft andersherum: Die Flexibilität wird von einem selbst erwartet! Im Unialltag ist das leider oft nicht möglich.IMG_6942Die meisten Studenten bleiben doch sowieso zu Hause und gehen nicht in die Uni! Ich wette, jeder von uns hat schon einmal eine Vorlesung ausfallen lassen und sich lieber mit Freundinnen zum Shoppen oder gemeinsamen Mittagessen getroffen. Dennoch gibt es bei uns weiterhin die Anwesenheitspflicht. Es wäre also gar nicht möglich, andauernd die Kurse zu verpassen. Nebenbei bemerkt müssen wir Protokolle schreiben, Aufgaben bearbeiten, Referate halten, Gruppenarbeiten planen und Klausuren schreiben. Wie sollen wir das machen ohne in die Uni zu gehen? Jaja, die Studenten meckern immer, dass sie so viel Stress haben. Quatsch! Die haben doch monatelang frei in den Semesterferien! Auch diesen Satz musste ich mir schon oft anhören. Aber: Es heißt „Vorlesungsfreie Zeit“ und nicht „Semesterferien“. Ich gebe zu, auch ich verwende oft das falsche Wort. Spätestens nach drei Wochen fällt mir dann aber wieder ein, warum es „vorlesungsfreie Zeit“ heißt. Ich muss nicht mehr in die Uni gehen, habe dadurch also tatsächlich viel mehr Freizeit. Trotzdem bedeutet das nicht, dass ich jeden Tag ausschlafen und munter in den Tag leben kann. Viele Studenten nutzen die freie Zeit für Praktika und Jobs. Und dann sind da eben noch die Uniaufgaben: Klausuren, Ausarbeitungen, Hausarbeiten. Ich hatte in diesem Semester allein fünf schriftliche Arbeiten! Dazu zählt nicht nur das Schreiben selbst, sondern auch das Zusammenstellen eines Themas, die Absprachen mit den Dozenten, die Suche nach Literatur, das Bearbeiten der Literatur und letztendlich die Strukturierung. Ihr könnt euch vorstellen, wie viel Arbeit das ist. Natürlich teile ich mir die Arbeitszeit frei ein und unternehme viel mit Freunden und meiner Familie, dennoch gehen mir die Aufgaben nie aus dem Kopf. Hinzu kommt dann, jeder kennt es, dass alles auf dem letzten Drücker erledigt wird. Spätestens dann geht der Stress wirklich los! Und kaum ist alles fertig, geht dann auch schon das neue Semester los – der Kopf ist leider nie frei!

Natürlich kommt es immer auf die Unis, die Studiengänge, die Kurse und auf eigene Empfinden an. Es gibt Studenten, die jeden Tag in der Bibliothek sitzen und lernen, während andere ihren Tag mit faulenzen oder Sport verbringen. Das Berufsleben mag später stressiger oder entspannter sein, auch das ist ganz unterschiedlich. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass das Studentenleben oft unterschätzt wird. Ich bin gern Studentin, keine Frage! Und ich liebe es, meine Zeit selbst einteilen zu können, dennoch gibt es viele Termine und Fristen, die eingehalten werden müssen. Seid ihr selbst Student? Wie seht ihr das?

Lea

2 Comments

  • Ich bin keine Studentin. Allerdings bin ich Schülerin an einer HTL und komme an keinem Tag vor 19:00 Uhr nach Hause. Verlasse das Haus aber schon um 06:20 Uhr. Allerdings bin ich es gerne. Das frühe aufstehen ist allerdings ab und zu etwas anstrengend.

  • Ich habe nun ja meine Bachlorarbeit abgegeben und warte auf das Ergebnis und kann rückblickend sagen, ja, es war schon ein Luxus oft länger schlafen zu können und auch der Zeitwaufwand für Hausarbeiten etc hat ich bei mir in Grenzen gehalten. Trotzdem finde ich es furchtbar wenn ich diese Klischees höre. Denn wie du schreibst stimmen die eben nur selten. Und jeder hat sein Päckchen zu tragen.

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